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Blogeinträge (Tag-sortiert)
Tag: Humor
Für immer Disco
Nun also habe ich "Für immer D.I.S.C.O." von Thomas Hermanns gehört. Klar hätte ich das Buch lesen können, dann hätte ich sogar einige Bilder aus seinem privaten Fotoalbum gehabt. Das wäre schon sehr spannend gewesen. Außerdem soll das Buch ein sehr schönes Cover haben, passend im Glitterlook der Discozeit. Aber ich wollte lieber das Hörbuch, denn der Autor spricht den Text selbst, und ich mag seine Art, seine Stimme, seinen Stil einfach sehr gerne. Und dann gibt es natürlich noch die Hörbeispiele, die dabei sind. Das macht es greifbarer, und so erfuhr ich nun den Titel mancher Songs, die ich bisher nur von der Melodie kannte. Der Inhalt des Buches kommt manchmal einfach besser, wenn man nebenbei die Hüfte schwingt und richtig mitgeht ;-) Thomas Hermanns, bekannter Stand-Up Comedian. An ihm scheiden sich wie an vielen anderen Komikern auch die Geister. Entweder, man mag ihn, oder man mag ihn nicht. Viele mögen ihn nicht, weil er zu tuntig wirkt und zu aufgesetzt strahlend. Ich mag ihn, weil er zu den "leisen" Komikern gehört, nicht rumbrüllt wie viele andere. Sein Humor ist etwas subtiler, er nimmt sich auch gerne mal selbst auf die Schippe. Während andere oft böse gegen andere reden, holt er seine Witze nicht aus der Schadenfreude über andere.
Es dürfte inzwischen jedem bekannt sein, dass er bekennender Schwuler ist. Und dies ist auch Teil des Hörbuches: seine Entwicklung, sein Coming Out, seine ersten Erfahrungen. Und dass er Discofan ist, dürfte ebenfalls kein Novum sein. Er mag den Glitter, den Glamour, die bunte fröhliche Welt der Discomusik. Und beides zusammen mixt er zu einer witzigen, spannenden, leichtgängigen Erzählung.
Es ist ein Ausflug in die Welt der Musik. Amanda Lear, Hot Chocolat, Boney M, Abba, sie alle haben sein Leben, sein Emfinden, seine Entwicklung beeinflusst, und es gelingt ihm hervorragend, Information über Musik perfekt mit persönlichen Eindrücken zu vermischen. Hier ein paar Hintergründe, dort ein paar kleine Anekdoten. Eine Gruppe Jugendlicher, die gemeinsam Charts erstellt, sich die Lieblingsmusik vorspielt und heißblütig über die neuesten Songs diskutiert (immer schön im Nermbärcher Dialeggd).
Und es ist ein Coming-of-Age eines junges Mannes, der sich langsam seiner homosexuellen Neigungen bewusst wird. Ein Liebesbrief an seinen besten Freund, die erste Enttäuschung, der Kontakt zu Gleichgesinnten, das Kennenlernen der Nürnberger Schwulenszene, am eigenen Leib erlebte Gewalt gegen Schwule, sein Umzug nach München. Ohne falsche Dramatik, ohne es tuntig zu verpacken. Klischees werden gerne mal aufs Korn genommen, aber ohne dabei überzogen zu wirken und immer mit einer guten Portion Selbstironie. Doch, man kann sich schon gut in ihn hineinversetzen und nachempfinden, wie erfreulich, peinlich, spannend die Situationen für ihn waren. Am schönsten ja sein erster Abend in der Münchner Disco "New York" und der Faux Pas in der Vorhalle ;-)
Speziell für Freunde der Stadt Nürnberg dann noch der Lokalcolorit. Der Dialekt zwischendurch lässt mich jedes Mal grinsen. Und neugierig verfolge ich seine Spaziergänge in die Altstadt, in die einzelnen Stadtteile. Manches, von dem er erzählt, kenne ich und hat sich bis heute gehalten, anderes war wohl damals gerade in, und manches sagt mir nichts, lässt mich auch zwischendurch mal ein wenig bei Google nachforschen, ob es das heute noch gibt.
Manches finde ich inhaltlich nicht ganz so toll, weil es die Schwulen- und SM-Szene etwas verzerrt aussehen lässt und ich mich ja doch recht gerne in diesen Bereichen engagiere, aber andererseits wird sehr deutlich klar, dass es seine Meinung ist, dass es seine Erfahrungen sind, dass es keine allumfassenden Aussagen sind, sondern eben das, was er damals erlebt hat. Ich bin versöhnt ;-)
Alles in Allem bin ich wirklich sehr begeistert. Doch, dieses Hörbuch hat mir sehr gefallen. Und wer nicht prinzipell etwas gegen Thomas Hermanns hat, sollte sich das auf jeden Fall anhören!
Erowyinn 23.09.2009, 10.08 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Discobeat
Erowyinn 22.09.2009, 10.58 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Diner des Grauens
Eigentlich klingt es klasse: ein Werwolf und ein Vampir touren gemeinsam in einem klapprigen Wagen durch Amerika. Mitten in der Pampa ein verlassenes Motel, ein Diner. Während sie gerade genüsslich Kaffee und Kuchen zu sich nehmen, überfallen Zombies die Bude, und die beiden helfen tatkräftig mit bei deren Beseitigung. Und die dicke Dame des Motels engagiert sie für ein paar Aufgaben. Dann gibt es da ein Mädel, das wohl diese Zombies beschwört und seinen Freund in einem blutigen Ritual opfern will. Und einen Friedhof, auf dem nun der Geist der zuletzt verbuddelten Leiche (eine hübsche junge Frau) über die Toten wacht. Hm, soweit in etwa habe ich gelesen. Also wenige Seiten nur. Eigentlich ist das ja ein supermegagenialer Stoff, dem ich absolut nicht wiederstehen kann. Direkt nach Erscheinen kaufte ich das Buch und las ein paar wenige Seiten. Legte es dann wieder weg. Begann wieder von Neuem. Legte es wieder weg. Diesmal schaffte ich ein paar Seiten weiter, aber trotzdem will es mir nicht gelingen, weiterzulesen. Die Handlung klingt so toll, genau mein Ding. Aber der Schreibstil animiert mich absolut nicht.
Verglichen mit Douglas Adams und Terry Pratchett wird der Autor. Was Pratchett fürs High-Fantasy und Adams für die Science-Fiction, soll Martinez für die Dark-Fantasy sein. Nö, finde ich nicht. Die Ideen, die Martinez hat, sind toll. Aber was ihn von den beiden unterscheidet: Wort- und Sprachspiele sowie ein gewisser hintergründiger Humor. Der fehlt Martinez nämlich leider komplett. Und genau das ist der Grund, warum ich die beiden anderen Autoren mag. Fantasy, Scifi, das gibt es zuhauf. Und dieses kleine Lämpchen mit den zwei strahlenden Sonnen zu vergleichen ... neeeeeee, keine Ahnung, wer auf diese seltsame Idee kam! Fast alle Rezensenten, die ich im Web fand, waren begeistert. Na, wenn sie meinen *shrug*
Vielleicht wird das Buch ja noch besser oder anders. Aber es gibt zuviele von Anfang an großartigen Bücher, als dass ich mich durch den Anfang eines langweiligen Schinkens quälen muss. Wer von meinen Bloglesern diesen Roman schon las und Gefallen daran fand, darf hier gerne eine Gegenmeinung kommentieren, will ja eigentlich zum Lesen animieren, nicht davon abschrecken, und vielleicht versuche ich es ja doch noch einmal ;-)
Erowyinn 12.05.2008, 11.25 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Goldie Hawn meets Richard Chamberlain
Nachdem es hier und da heißt, Hiaasen würde Werke schreiben, die "zum Brüllen komisch" seien, und die Bücher wären ein "Feuerwerk" guter Witze und so weiter, wollte ich mal etwas von ihm lesen bzw hören. Hatte einfach mal Lust auf etwas ganz anderes, das ich sonst nicht zu mir nehme. Jetzt weiß ich auch wieder, weshalb. Irgendwie geht das Buch völlig an mir vorbei. Eine von vier CDs habe ich bereits gehört. Ist ganz nett. Junge, reiche Frau wird am zweiten Hochzeitstag vom Gatten über Bord geworfen, wird gerettet und sinnt nun auf Rache. Der "Overboard" - Goldfisch meets den Grafen von Monte Christo. Erwartet hatte ich etwas mit spitzfindigen Pointen und einer Menge Gesellschaftskritik wie Tom Sharpe, aber was ich gerade höre, ist eher lauwarm. Zumindest für meinen Geschmack. Hier und da ein kleines Schmunzeln, aber ich bin wohl einfach nicht empfänglich für diese Art von Humor. Ich werde das Hörbuch zu Ende hören, es ist schon ganz nett. Mehr aber bisher auch nicht.
Falls jemand von Euch andere oder sogar mehrere Werke von Hiaasen kennt: gibt es ein bessere Buch von ihm, das Ihr empfehlen könnt? Oder liegt es einfach an mir und daran, dass dieses Buch zu wenig mit meinen sonst favorisierten Stilrichtungen gemein hat?
Erowyinn 06.05.2008, 16.27 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Untot lebt sich´s auch ganz gut
Wie ich auch schon über die ersten drei Bände der Vampire geschrieben habe, möchte ich nun auch kurz noch den vierten Teil vorstellen, wenn auch nicht mehr ganz so ausführlich, schließlich sollt Ihr ja beim ersten Teil beginnen, die Folgebände ergeben sich dann von selbst ;-)Betsy hat nun also Nostro und die böse Monica getötet, einen Job bekommen und wieder verloren, ihre Schwester kennengelernt, einer Bande jugendlicher Vampirdiebe Einhalt geboten, Sinclair zu einer Hochzeit überredet, den Wildfang George gezähmt, von ihrem baldigen neuen Geschwisterlein erfahren sowie viele weiteren spannenden Abenteuer erlebt. All das in nur einem knappen Jahr. Aber natürlich kann sich der Leser sicher sein, dass es ebenso turbulent weitergehen wird. Denn ein Serienkiller treibt sein Unwesen in Minnesota, und Betsy passt genau in sein Opferprofil. Dann wäre da noch John von den Blade Warriors, der ihre näher auf die Pelle rückt, als dies ihrem Bald-Ehegatten Sinclair lieb ist. Ihre Stiefmutter freut sich, einen hervorragenden Babysitter für den kleinenplärrenden Jon Peter gefunden zu haben. Vampirälteste Marjori bittet sie in ihrer Funktion als Königin um ein paar regelmässige Zeilen für den Vampirnewsletter. Und Betsy würde sich am liebsten ein Messer in den Körper rammen, und endlich einmal auch ein physisches Problem zu haben ...
Jaaaaa, köstlich. Liest sich ebenso flüssig wie die anderen drei Romane, und ich hatte ihn viel, viel schneller durch, als mir das lieb war. Diese Bücher sind einfach viel zu kurz und erscheinen in viel zu langen Abständen. Der nächste ist noch nicht einmal angekündigt in Deutschland, und das, obwohl der fünfte Band in Amerika im Mai letzten Jahres erschien und die Autorin schon den siebten vollendet hat! *grml* ...
Was ich schade finde: wie auch der zweite Band habe ich das unkonkrete Gefühl, dass die Handlung zusehr dahindümpelt. Der erste und dritte Band waren ziemlich geradlinig mit einem Hauptthema und vielen Nebensträngen. Im zweiten und vierten Band ist der jeweilige Hauptstrang (die Vampirmörder bzw der Serienkiller) eher Nebensache. Die Autorin verliert sich manchmal im Gestrüpp der vielen einzelnen Themen. Es ist auch jede Menge, was los ist. Aber ich habe mir vorgenommen, die Bücher nicht mehr direkt als "Roman" anzusehen, sondern vielmehr als eine Art witziger Vampirtussen-Soap im Buchformat. Das trifft es eher, und damit kann ich mich auch sehr gut zufriedengeben.
Dafür aber etwas, das mir besonders gefällt: die Idee des Buches, das "Buch im Buch" ... na, Ihr werdet schon sehen ;-) *hihi*
Tscha, was kann ich sagen: wer die ersten Bände las, sollte unbedingt weiterlesen, Betsy ist frech, sexy und unwiderstehlich zickig wie eh und je. Wer sie noch nicht kennt, sollte schleunigst nochmal die >Rezi zum ersten Teil< lesen und sich dann sofort auf in die nächste Buchhandlung machen ;-)
Erowyinn 21.04.2008, 09.27 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Happy Hour in der Unterwelt
Den ersten Teil der Buchreihe um die Vampirkönigin Betsy, "Weiblich, ledig, untot", habe ich ja >bereits vorgestellt<. Der zweite Teil war ebenfalls klasse, allerdings hat die Handlung selbst mich nicht sosehr begeistert, es zog sich stellenweise ein wenig in die Länge. Nun endlich kam der dritte Teil in die Läden. Keiner meiner Läden hatte ihn, täglich klapperte ich sie ab, täglich nervte ich sie mit derselben Frage, ständig bekam ich dieselbe unbefriedigende Antwort, also ließ ich mir mal wieder vom Monopolisten im Internet helfen. Und durfte also endlich, endlich den dritten Band lesen. Was mich nicht wirklich zufriedenstellt, denn der vierte wird erst im April erscheinen :(Betsy ist nun also schon seit einigen Monaten ein Vampir und wohnt mit ihrer Freundin, ihrem Gemahl (laut Tradition, Betsy wurde ja nicht gefragt, sondern einfach hintergangen) und ein paar Leuten in einem großen Anwesen. Die Blade Warriors sind besiegt, der Job im Schuhladen wurde gekündigt, das Scratch (eine Bar) schreibt rote Zahlen. Und dann erfährt Betsy auch noch, dass ihre Stiefmutter ein Kind erwartet! Und dass sie bereits eine lebende Halbschwester hat. Die eigentlich die Tochter des Teufels ist und bald die Weltherrschaft an sich reißen soll. Betsy will mehr darüber erfahren und begeht in ihrem Eifer einen riesigen Fehler. Ihre Freunde wenden sich ab, ihr König und Gemahl will nichts mehr von ihr wissen. Betsy ist ganz auf sich alleine gestellt. Wem soll sie von ihren Problemen erzählen? Und wer kann ihr helfen, den ganzen Schlamassel wieder geradezubügeln? Ach ja, und da ist ja noch die teuflische Halbschwester ...
Klasse, einfach klasse! Leider ist das Buch etwas arg dünn geraten: gerade einmal 220 Seiten. Und da die Kapitel oft nur drei bis fünf Seiten sind, gibt es auch sehr viele fast leere Seiten, sodass man eigentlich von 180 bis 200 Seiten Lesestoff ausgehen kann. Aber lieber etwas kürzer und knackiger als zu langgezogen, ich will mal nicht meckern ;-)
Allerdings ist der dritte Band wirklich ganz, ganz "harter Stoff". Während Betsy und ihre Freundin Jess ja schon DAS Zickengespann schlechthin sind, kommt nun die Überdosis. Denn die kleine Schwester stellt sie alle in den Schatten. So ganz in einem Zug ist das ohne Sodbrennen kaum zu verdauen, puh ...
Naja, aber was soll ich noch groß schreiben. Es ist bei einem Buch wie diesem klar, dass sich alles irgendwie wieder geradebiegt. Aber der Weg dahin ist einfach einzigartig zu lesen, und wer auf Vampire steht ... oder wer es gerne zickig mag ... oder einen Sinn für schrägen schwarzen Humor hat ... oder gerne Bücher mit ein wenig humorvoller Erotik (jau, das ist möglich) liest ... der sollte sich auch den dritten Band um Betsy Taylor nicht entgehen lassen!
Erowyinn 25.02.2008, 09.17 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Weiblich ledig untot
Wie schon erwähnt, ich wäre nie auf die Idee gekommen, ein Buch wie dieses zu lesen, wirklich nicht, denn allein beim Betrachten der Farben und des Motives auf dem Cover stellen sich mir alle Nackenhaare auf. Dass ich es trotzdem las, lag dann an einer Rezension, die gleich zu Beginn das gleiche sagte und dann wider Erwarten völlig begeistert davon erzählte. Also gut, Leseprobe im Laden genommen und schon nach ein paar wenigen Zeilen gekauft ... Betsy ist eine junge Sekretärin Ende 20, ihr Leben nicht allzu aufregend. Aber sie ist schick, liebt Designerschuhe, weiß immer, was gerade trendy ist, hat jede Menge Selbstbewusstsein und ebensoviel von dem, was die Umwelt zielgerecht in den Wahnsinn treibt. Dann eines Tages wird sie einfach so entlassen, trottet nach Hause und will ihre Katze Giselle von der anderen Straßenseite zurück ins Haus holen - als sie von einem Auto überfahren wird. Tödlicher Unfall. Umso erstaunlicher, dass sie im Leichenschauhaus wieder erwacht und feststellt, dass ihr eigentlich gar nichts fehlt. Ein bisschen blass um die Nase ist sie, ihr vom Bestatter aufgetragenes Make up passt nicht wirklich zum Teint, und die Schuhe sind billigste Supermarktware. Aber sie lebt!!! Obwohl, mit diesen Schuhen und dieser Frisur wäre sie lieber tot. Sie versucht sich an der Hochspannungsleitung zu brutzeln, vom Dach zu springen, sich zu ertränken, es hilft alles nichts. Sie bleibt eine Untote. Nicht einmal das Sonnenlicht kann ihr etwas anhaben, und der Gang in die Kirche samt Gespräch mit dem Pfarrer lässt sie nicht in Flammen aufgehen. Sogar für einen Vampir scheint sie Superkräfte zu haben!
Und schon gerät sie zwischen die Fronten. Die eine Partei der Blutsauger sieht in ihr eine Gefahr und will sie töten. Die anderen halten sie doch glatt für die neue Königin, die das Reich der Vampire wieder vereinen soll! Und dann begegnet sie auch noch dem Mann ihrer Träume, nur, dass er leider ein Vampir und ein riesiges arrogantes Arschloch ist. Mit einem derart knackigen Hintern und jeder Menge Stil. Sie hasst ihn. Er schenkt ihr Designerschuhe. Sie liebt ihn. Er hat einen Harem menschlicher Frauen zwecks Blutsaugerei um sich. Sie hasst ihn. Er hat eine sowas von männliche Ausstrahlung. Sie will ihn!
Und dann wären da noch die Lebenden. Etwa Betsys Eltern, die den Tod ihrer Tochter nicht wirklich verkraften können, ihr Weiterleben jedoch noch weniger. Die eklige Stiefmutter, die sich Betsys Schuhe unter den Nagel reißen will. Und ihre beste Freundin Jessica, die alles ihr Mögliche tut, die baldige Regentin zu unterstützen ...
Oh Mann, ich weiß gar nicht so recht, wo ich anfangen soll und wie ich dieses Buch beschreiben soll ... ich denke, die Inhaltsangabe sagt eigentlich alles *hoff* ...
Betsy ist ein richtiges Weibsstück, eine Zicke, wie sie eben im Buche steht. Eine Frau, wie man ihr nur in "super süß und super sexy", "natürlich blond", "der Club der Teufelinnen" oder "Zoolander" (*hüstel*) begegnet. Und ich würde ZU gerne einmal die Autorin kennenlernen, denn um ein solches Buch zu schreiben, muss man wohl selbst in dieser Welt leben. Mitten im ernsthaftesten Gespräch, jemand hebt die Hand, und das Einzige, was ihr im Gedächtnis haften bleibt, sind nicht die Worte der Person, sondern die dabei sichtbar werdenden Fingernägel mit dem unpassend lindgrünen Nagellack. Wenn ein Straßenräuber ihre Handtasche verlangt, hält sie ihm erst einmal einen Vortrag über den Unterschied zwischen Hand- und Abendtasche. Wenn sie den ältesten Vampirfürsten treffen soll, dann trägt sie, um ihm ihre Abneigung zu zeigen, ein schickes Kostum, das in Farbe und Stil bereits ein ganzes Jahr aus der Mode ist. Um solche Bezüge herzustellen, nein, ich glaube nicht, dass ein "normaler" Mensch dazu in der Lage ist, dazu muss man wirklich jemand wie Betsy sein, sonst hätte man wohl eher andere Gedanken in solchen Momenten ...
Es nervt. Und es ist unglaublich komisch. Auf jeder Seite gibt es mehrere Stellen, an denen man als Leser erst einmal überrascht die Augen aufreißt und dann plötzlich zu Lachen beginnt, was Betsy nun wieder angestellt hat und was ihr diesmal wieder aufgefallen ist. Ihr Mitmenschen, äh, Mitvampire können einem wirklich leid tun! Aber unter der schicken Frisur und dem perfekten Make-Up sitzen auch ein helles Köpfchen und ein weiches Herz, deswegen muss man sie einfach trotzdem gern haben.
Genauso wie Betsy sind auch die anderen Figuren sehr lebendig (wie paradox in diesem Fall) geschildert, sodass man sie sich lebhaft (hach, ich mach das zu gern) vorstellen kann. Äußerlichkeiten wie Kleidung und Frisur dabei ebenso deutlich wie eigenheiten, Angewohnheiten, Macken und Vorzüge. Ständig ist man hin- und hergerissen zwischen Abneigung und Anziehung. Dieser Vampir Sinclair ist wirklich derart selbstgefällig, zugleich aber auch so fürsorglich, liebevoll und gewissenhaft, man möchte ihn gleichzeitig ohrfeigen und küssen. Teilweise schon ziemlich erotisch, wie es zwischen ihm und Betsy knistert, und erst die Szene im Swimmingpool, mmmmh, wirklich lecker, da bekommt jeder Leser, ob männlich oder weiblich, so richtig Appettit!
Prädikat: unbedingt lesen! Das Buch ist mal recht außergewöhnlich, lange nicht mehr so gelacht und mit den Charakteren mitgefühlt. Kein Buch nur für Frauen, sondern ein Buch für jeden, der genug schwarzen Humor hat, um soviel Weiblichkeit unbeschadet zu ertragen ;-)
Erowyinn 30.11.2007, 22.01 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Umpah-Pah
Kennt Ihr Umpah-Pah? Wenn ja: suuuuper, ich freue mich! Denn leider kennen nur sehr wenige Leser meinen Lieblingsindianer aus der Feder von Goscinny und Uderzo, quasi den großen Bruder von Asterix. Als Winzling las ich ihn einmal in einem Fix und Foxi Heft beim Friseur, etwas später als Jugendliche in meiner damaligen Lieblingszeitschrift Yps. Umso mehr freute ich mich vor einigen Wochen, endlich alle Heft als Sammelband in der Bücherei zu sehen.Wie gesagt: Umpah-Pah entstand vom gleichen Zeichnerteam noch vor Asterix, nämlich 1951. Erst in kleinen Strips rund um Indianer in der neuen technisierten Welt, später als ganze Hefte von umfassenden 30 Seiten je Abenteuer mit gesamten Abenteuern im neuentdeckten Amerika sowie der alten Welt. Die Serie wurde allerdings eingestellt, nachdem Asterix bei einer Leserumfrage als beliebteste Serie entpuppte und die wackere Rothaut nur wenige Fans hatte. Ich bedauere es sehr, denn mir gefallen diese Abenteuer fast noch ein wenig besser. Vielleicht ist es auch nur Nostalgie, ich weiß es nicht. Aber eine Fortsetzung hätte der tapfere Held auf jeden Fall verdient ...
Umpah-Pah ist ein Indianer vom Stamm der Wascha-Wascha. Er ist mutig, aufrecht, stark, ein großer Könner im Bogenschießen. Er mag Pemmikan und hat den Puma als Totemtier. Er rettet den Franzosen Hubert von Täne vor dem Marterpfahl der feindlichen Plattfußindianer, und bald wird aus dem Snob "Bruder Doppelskalp" (wegen seiner Perücke), mit dem Umpah-Pah spannende Abenteuer erlebt: die Rotfußindianer greifen an, ein Krieg wird erklärt, und die Franzosen mischen natürlich mit. Insgesamt fünf Bände gibt es, in denen die beiden ungleichen Brüder ihren Mut beweisen müssen ...
Der Humor ist teilweise ein wenig simpler gestrickt. Bei Asterix sind es viele Wortspiele und Anspielungen, für die man manchmal ein wenig Hintergrundwissen braucht. Bei Umpah-Pah sind die Witze recht direkt, aber nicht minder intelligent. Es ist einfach herrlich, wie gekonnt Uderzo und Goscinny die Neuzeit auf den Arm nehmen, ihre Philosophie um Krieg, Freundschaft und die wirklich wichtigen Dinge im Leben verbreiten. Das Leben wäre wirklich einfach, wenn man es mit dem gelassenen Blick Umpah-Pahs betrachten könnte ;-)
Ich finde es schön, wie alle so richtig nett auf die Schippe genommen werden. Die Preußen mit ihrer Korrektheit, ihrer frechen Schnauze. Die Franzosen mit ihrer Etikette, ihrer Noblesse. Die Indianer mit ihren Riten und Bräuchen. Nichts davon ist bösartig, alles ist nett karikiert. Es ist köstlich zu lesen, wie einfach Kriege doch entstehen und gelöst werden, und wie einfach die komplexen Zusammenhänge im Prinzip doch sind. Auch die Running Gags um Pemmikan, Umpah-Pahs Totem, die Vergleiche mit Tieren, die alte Indianertaktik und viele mehr sind einfach witzig.
Es fällt mir schwer, eine Rezension hierüber zu schreiben, ebenso wie es mir schwerfiele, eine Rezi über Asterix oder Lucky Luke zu tippen. Das erstaunt mich, denn Mangas sind ja eigentlich nichts anderes als Comics, und bei Comics klappt das auch ... na, egal, muss ja nicht immer so lang sein, ich wollte Euch Umpah-Pah einfach nur kurz vorstellen. Und zum Schluss kann ich nur sagen:
Wer Asterix mag, wird auch seinen älteren Bruder Umpah-Pah lieben, denn die geistigen Väter Uderzo und Goscinny zeichneten ihn mit ebenso viel Humor und Liebe zum Detail wie die gallischen Nachfolger. Ein Sammelband, der für 25 Euro wirklich supergünstig ist und den jeder Freund frankobelgischer Comics gelesen haben sollte ...
Erowyinn 19.09.2007, 16.37 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Die TUN nichts, die wollen nur SPIELEN
Heute Vormittag gehört, heute Nachmittag schon frisch rezensiert ;-) Quietschrosa lag dieses Hörbuch zwischen den anderen in der Bibliothek, und ich konnte nicht daran vorbei. Schon wieder ein Briefroman, diesmal zwei Freundinnen rund um den Alltag.Eine nähere Inhaltsangabe kann ich kaum geben. Die beiden unterhalten sich über ihren Alltag und ihre Männer. Es beginnt damit, dass Natty ihrer Freundin Chrinstine ihr Leid klagt, und dass sie bei der Shiatsu-Massage endlich erkannt hat, was sie in der letzten Zeit immer so in Wut bringt: Ihr Mann ist es. Die Wurzel allen Übels. Tagsüber ist sie so gut gelaunt, aber sobald er wieder nach Hause kommt, geht es wieder los, das Geknatsche und Gezanke. Und so tauschen sie sich aus. Anfangs lassen sie so richtig Dampf ab über die bösen Männer, ihre lästigen Eigenheiten, ihre schrulligen Macken und ihre Rücksichtslosigkeit. Dann kommt hier und da auch mal ein wenig Selbsterkenntnis hinzu, denn der Nestbautrieb einer Frau mit allem Möbelrücken ist auch nicht gerade der Traum eines Mannes. Und auch ihre Methode "stummer Vorwurf" ist nicht gerade fair, eigentlich sollten sie ihren Männern sagen, was tatsächlich Sache ist ... und dann geht es über in die Frustigkeiten der Kindererziehung, der Haushaltsführung, die lästigen Pfunde und die mangelnden Möglichkeiten der Selbstentfaltung zwischen Wäschekorb, Kinderpflege und ehelichen Pflichten ...
Nicht so wortgewandt wie "gut gegen Nordwind", nicht so witzig wie die Bücher von Susanne Fröhlich (Moppel-Ich, Runzel-Ich, Frisch gemacht etc), aber eine angenehme Mischung aus beidem. Viele Aha-Effekte, immer wieder denkt man sich "jaaaaa, genau, das macht meiner auch", oder als Mann dann "stimmt, meine ist echt genauso" ... es ist keine böse Abrechnung mit dem anderen Geschlecht, sondern einfach eine nette Möglichkeit, direkt und dennoch humorvoll die Stolpersteine im täglichen Miteinander zu reflektieren. Kein allzu großer Tiefgang, aber keinesfalls oberflächlich ...
Einziges Manko: es beginnt mittendrin und hört ebenso plötzlich auf. Es gibt zwar einen roten Faden, aber keinen Anfang und kein Ende. Es ist keine Handlung, um die es sich ragt, sondern die beiden kennen sich schon recht lange, tauschen auch scheinbar schon sehr lange Briefe miteinander aus. Und mit irgendeinem davon beginnt es. Und auch nach dem letzten Brief ist klar, dass es noch jahrelang so weitergehen wird und auch auf diesen Brief noch eine Antwort folgt. Einfach eine kleine Episode quasi, aus dem Leben gegriffen, wie sie hier und heute zwischen zwei Freundinnen täglich so ablaufen könnte. Als die Geschichte plötzlich abrupt zu Ende war, war ich erst einmal für einen kurzen Moment perplex. Ich habe jetzt nicht das Gefühl, dass etwas fehlt und ich unzufrieden zurückbleibe, aber ein wenig arg spontan war das schon ...
Einfach mal nett für zwischendurch. Wer mal wieder so richtig gefrustet ist und wie Natty aus lauter Wut den Mülleimer in der Küche ausgeleert und dann die Dreckwäsche drübergekippt hat, um darauf herumzutrampeln und vor sich hinzubrüllen, wie gemein doch alle zu ihr sind, ja, der wird sich darin ebenso wiederfinden wie die ganz normale gesunde Ehefrau von heute ;-)
Erowyinn 22.06.2007, 15.47 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Gut gegen Nordwind
Liebesromane lese ich nicht. ICH nicht. Wäre ja noch schöner. Naja, außer von Sparks. Und Levy kann - nicht in allen, aber ab und zu - auch ganz gut schreiben. Aber ansonsten ... nööö, ich nicht. Und wenn ich geahnt hätte, dass "Gut gegen Nordwind" eine Art Liebesroman ist, dann hätte ich ihn auch nie in die Hand genommen. So aber stand dieses Cover völlig unscheinbar und vermeintlich harmlos zwischen den anderen Hörbüchern in der Bibliothek. "Gut gegen Nordwind", was ist DAS denn für ein seltsamer Titel ... noch nie gehört. Klappentext gelesen. Naja, Liebeszeugs nicht wirklich, aber Mailroman, das klingt ganz nett. Außerdem soll er lustig sein. Wenigstens aus letzterem Grund habe ich den Titel also mitgenommen. Typische Ausrede: "er bringt mich eben zum Lachen" ...Emmi Rothner ist ziemlich chaotisch und flitzt durchs Web ohne große Schwierigkeiten. Und so passiert es ihr ständig, dass sie beim Kündigen ihres Abonnements nicht den Verlag Lieke anschreibt, sondern den Herrn Leo Leike, nur wegen so eines kleines Buchstabendrehers in der Mailaddresse. Kein Wunder, dass ihr Abonnement niemals gekündigt wird. Und als sie nach unzähligen Mails irgendwann einmal pampig wird, antwortet der Herr Leo Leike ihr endlich. In einem deutlichen, freundlichen, recht witzigen Ton. Emmi entschuldigt sich, und damit ist die Sache erledigt. Bis Emmi ihm zig Monate später versehentlich eine Massenrundmail schickt. Leo, der gerade eine üble Trennung hinter sich hat und eigentlich auf das Mail seiner Angebeteten wartete, reagiert ziemlich sarkastisch, Emmi kann dies nicht auf sich sitzenlassen, und so beginnt ein Mailwechsel, der die beiden ziemlich verändern wird ...
Sie tauschen ihre Gedanken aus, finden Gefallen am Schreibstil und der Art des anderen, erzählen hier und da seltene Dinge aus ihrem Privatleben, bleiben jedoch weitgehend distanziert und anständig. Nur manchmal lassen sie hindurchblicken, dass da mehr ist, als sie vorgeben ... etwa wenn sie verzweifelt auf seine Mails wartet (er ist ihm Urlaub, hatte es ihr nicht erzählt), erst langsam zögernd zu fragen beginnt, wo er dann sein könnte, irgendwann pampig wird und ihn dann sogar via Mail beschimpft, weshalb er nicht antwortet. Sie ist eben süchtig nach den Leo-Leike-Mails. Oder wenn Leo weintrunken auf der Couch sitzt, den Laptop vor sich, und Emmi gesteht, was er für sie empfindet. Aber das war natürlich nur der Wein, er weiß ja schließlich auch, dass Emmi in einer glücklichen Beziehung mit Bernhard steckt und nicht für ihn frei ist.
Sie möchten sich gerne kennenlernen, die Stimme des anderen hören, ein Gesicht mit den Zeilen verbinden. Aber vor jedem Anruf, vor jedem Treffen fürchten sie sich. Denn es könnte das Ende einer wunderbaren Mailbeziehung sein. Kann die Realität tragen, was im Netz begann? Und immer wieder finden sie einen weiteren Grund, weshalb sie sich heute nicht treffen können, obwohl sie doch sogar in der gleichen Stadt wohnen ... doch ihre Gefühle füreinander werden immer heftiger, Leo begehrt Emmi, und Emmi weiß nicht mehr, was sie nun eigentlich tun soll ...
Ach, köstlich, ich habe dieses Buch an nur einem einzigen Tag verschlungen! Die Kopfhörer schienen an meinen Ohren festgewachsen, ich musste alle Arbeiten liegenlassen und mich auf dieses Buch konzentrieren. Wirklich klasse. Briefromane waren ja von jeher schon sehr beliebt, ob damals "die Leiden des jungen Werther" (Goethe), ob modern wie die "Beatrice Letters" (Lemony Snicket), es ist ein geeignetes Medium, um dem Leser eine Handlung einmal aus einer etwas ungewöhnlichen Sicht zu präsentieren. Kein allwissender Erzähler, kein Blick in die Zukunft, der Leser weiß nicht mehr als das, was die beiden Personen einander schreiben. Und es gibt jede Menge "Cliffhanger", denn natürlich werden im Brief zwar ein paar Fragen beantwortet, aber es werden neue Fragen aufgeworfen, und der Leser will immer mehr wissen, ebenso wie der Empfänger des Briefes kann er es nicht erwarten, endlich eine Antwort zu erhalten!
Da die Emails in der heutigen Zeit natürlich rasanter und impulsiver sind als die Briefe, welche man damals in langen Abendstunden verfasste, ist auch "gut gegen Nordwind" unglaublich temporeich, emotional und spritzig. Er in seiner wortgewandten, kurzgefassten, treffsicher ironischen Art, sie in ihrem sprudelnden Tempo ohne Punkt und Komma, beide wissen den Gegenüber ihres Mails ebenso für sich zu gewinnen wie der Autor den Leser. Zwei Menschen, die sich nie gesehen haben und dennoch mehr füreinander empfinden, als sie eigentlich sollten. Zwei fiktive Figuren, die dem Leser schon nach wenigen Sätzen sosehr ans Herz wachsen, dass er das Buch nicht mehr schließen kann kann bis zum Ende.
Hm, das Ende ... naja, wie schon gesagt, es gibt kaum einen Liebesroman, der wirklich gut endet. Vielleicht, weil auch das Leben nicht wirklich ein Happy End in sich trägt. Vielleicht, weil es unrealistisch wäre, wenn am Ende alle zufrieden sind, denn meist gibt es am Ende auch immer Leidtragende. Aber warum musste dieser Roman SO enden? Ich finde, es hätte andere Möglichkeiten gegeben, das Buch zu beenden. Vielleicht wollte der Autor sich die Möglichkeit für einen zweiten Teil offenlassen, aber auch das hätte geschickter gelöst werden können. Nun, kurz, ich war vom Ende sehr enttäuscht.
Ansonsten alles top. Und in diesem Fall kann ich jedem, der ansonsten nicht so von Hörbüchern begeistert ist, empfehlen, dennoch die Hörversion zu sich zu nehmen. Christian Berkel und Andrea Sawatzki sind wie geschaffen, bessere Stimmen für Leo und Emmi hätten nicht gefunden werden können. Ihre rotzfreche, selbstbewusste und zugleich auch sensible und warmherzige Art spiegeln sich hervorragend in Andreas munterem Tonfall, und niemand könnte Leos ruhige, gedankenvolle, ironische und melancholische Wesen besser darstellen als Christian Berkel. Wie ein Gewehrfeuer lässt Andrea ihren Text auf Leo los, und gekonnt gemächlich aber keinesfalls behäbig kontert Christian im nächsten Mail auf Emmis Kaskaden. Leo, Andrea, Emmi, Christian, man kann kaum noch auseinanderhalten, Stimmen und Worte passen so gut zusammen, als wären sie eins. Selten, dass ich so eine großartige Symbiose zwischen einem Hörbuch und den Sprechern erlebt habe!
Doch, ich kann dieses Buch wirklich nur jedem ans Herz legen, der (jetzt mach ich es mal mit Aufzählungen, wie Emmi):
a) Liebesromane sehr gerne mag (denn es ist einer)
b) Liebesromane überhaupt nicht mag (denn er ist trotzdem gut)
c) der selbst ein Mailjunkie ist (denn er wird sich selbst entdecken)
d) mal so richtig lachen möchte (denn er kommt auf seine Kosten)
Erowyinn 11.06.2007, 19.00 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL








